Verbrechen ist abstammungsbedingt

„Ist es ein Fortschritt, wenn ein Kannibale Messer und Gabel benutzt?“
Stanislaw Jerzy Lec, polnischer Aphoristiker

Das Verhalten der Menschen nach einem Verbrechen spiegelt mit ziemlicher Deutlichkeit deren Weltsicht. Wieder einmal kam es zu einem vollkommen nutzlosen Mord. Wieder einmal wurde das Leben eines Menschen, eines Kindes durch eine grausame Tat eines Geistesgestörten beendet. Wieder einmal ist der Aufschrei der breiten Masse laut und wortgewaltig. Und wieder einmal wird das alles in zwei Wochen vergessen sein. Außer dem klitzekleinen weiteren Verrücken der Gesamthaltung hin zur Gewaltbereitschaft. Ganz langsam, aber unübersehbar rutscht sie ab, die Zivilisation, weg vom Zivilisiert-Sein.

Tagtäglich ertrinken derzeit Menschen beim Versuch, aus einem bedrohten und armseligen Leben auszubrechen. Ist aber nur ein Erwähnen im Kleingedruckten grünversiffter Weltverbesserungsblätter wert. Handelt sich ja nur um Nichtdeutsche, also Menschen zweiter Klasse. Ach, was sage ich. Dritter oder vierter Klasse. Man sollte sich eher den wirklich wichtigen Dingen widmen. Umbau des Schulunterrichtes beispielsweise. Diese verfälschte Darstellung des deutschen Leidens unter dem Druck der alliierten Erzfeinde im Geschichtsunterricht. Und, wichtiger, das Wiedereinführen der Kenntnisse zur Rassenlehre im Biologieunterricht. Warum wird in der Schule verheimlicht, dass die Gene, aus denen sich Verbrecher entwickeln, proportional zunehmen, je dunkler die Hautfarbe eines Menschen ist?

Ach, ich muss aufhören, mich in Sarkasmus zu verlieren. Ich mache in letzter Zeit zu oft den Fehler, im Internet die Leserkommentare unter den Nachrichten zu lesen. Leider auch hier ein unverkennbarer Fakt: je brauner, desto schreibbereiter. Umgekehrt: je mehr der Leser zu den Gesellschaftsbereichen gehört, die man gemeinhin „bürgerliche Mitte“ nennt, umso schweigsamer wird er. Es scheint nur noch rechts und links zu geben. Die Mitte wurde zur Sackgasse.

Was ist mit der Welt nur los? Und warum fährt die Menschheit in der ganzen Welt so sehr auf Luftnummern und Schreihälse ab? Ist Hirn wirklich dermaßen knapp geworden? Und vor allem: wird sich diese Entwicklung noch einmal umdrehen? Darf man noch Hoffnung haben?

Der deutsche Winter naht. Wenn man den Populisten Glauben schenkt, will die Bevölkerung der halben Welt am liebsten nach Deutschland kommen. Ich für meinen Teil kenne einige Menschen, die viel lieber vor dem nasskalten nordeuropäischen Schmuddelhalbjahr fliehen würden. Mich eingeschlossen. Aber wohin? Ist es nicht an sich schon traurig, dass es die Menschheit in ihrer jahrtausendelangen Geschichte nicht geschafft hat, einen gemeinsamen Lebensort zu finden, sondern den Globus mit Grenzen übersäht hat? Ja, ich weiß, das ist jetzt ein arg zu utopischer Gedanke. Und dennoch stellt sich mir die Frage immer wieder. Wir entwickeln in Deutschland Waffensysteme von solcher Perfektion, dass über siebzig Nationen der Welt diese zu hoffnungslos überteuerten Preisen kaufen, um in den dortigen Ländern ein Gesellschaftssystem zu sichern, das offensichtlich einer erheblichen Menge Menschen nicht gefällt, sonst bräuchte man keine Waffengewalt, um es zu verteidigen. Warum gelingt es uns Deutschen nicht, statt der Waffen einfach unser Gesellschaftssystem zu exportieren? Könnte es daran liegen, dass dieses System vielleicht nicht so wirklich was taugt und deshalb anderswo kein Interesse daran besteht? Könnte es beim Weiterverfolgen des Gedanken vielleicht sein, dass dieses mangelnde Interesse sogar hier bei uns im eigenen Land recht weit verbreitet ist? Warum ändert man nichts daran?

Was wäre denn so schlimm daran, Frieden zu exportieren? Warum geht das nur mit angeblichen Friedensmachern? Okay, der „Peacemaker“ wird nicht in Deutschland hergestellt, aber die Waffenlobby setzt auf eben dieses Versprechen. Sei einfach gefährlicher bewaffnet, sei stärker als Deine Gegner, dann kannst Du in Frieden leben, denn es greift Dich keiner mehr an. Funktioniert prima, diese Logik. Kann man in jedem Geschichtsbuch nachlesen.

Ich kam vom deutschen Winter. Vor dem ich mich zumindest in Teilen drücken möchte. Als leidenschaftlicher Taucher natürlich am liebsten durch einen Aufenthalt am Meer. Warm muss es am Zielort sein. Und eine halbwegs stabile Versorgung mit einem Internetzugang muss dort gewährleistet sein. Mehr brauche ich nicht, um sowohl meiner Arbeit als auch meinem sportlichen Hobby nachkommen zu können. Ich habe also Google Maps gestartet und mir den Globus angesehen. Und schon verdüsterten sich meine Gedanken wieder. Berichten zufolge ist Afrika ein wunderschöner Kontinent. Aber leider gibt es nicht einen einzigen Staat auf diesem als Wiege der Menschheit bekannten Kontinent, vor dem das Auswärtige Amt nicht warnt. Und warum warnt es vor Reisen in die Länder? Wegen Löwen, Schlangen oder irgendwelchen Krankheiten? Nein, gewarnt wird ausnahmslos nur vor der schier abgrundtiefen Blödheit der Menschen.

Gerne wird da auf die Folgeschäden der Kolonialzeit und die Verantwortung der Europäer hingewiesen. Ich will die maßlosen Gräueltaten der gewissenlosen Eroberer aus den vergangenen Jahrhunderten keineswegs relativieren. Ein Verbrechen ist und bleibt ein Verbrechen. Aber man sollte hier und da auch mal die Kirche im Dorf lassen. Die immer wieder gerne als Anlass für die Dispute aufgeführten willkürlich gezogenen Grenzen mögen auf die Europäer zurückzuführen sein. Dass sich aber viele Generationen später die Menschen noch immer gegenseitig wegen dieser Grenzen die Rübe einschlagen, statt sich einfach mal zusammenzusetzen und mit der Feststellung, dass die bestehenden Rahmenbedingungen Müll sind und man neue Regelungen braucht, ist nicht mehr Sache der Kolonialmächte, sondern der Idioten von heute!

Man kann dann auch gerne darauf pochen, dass ein erheblicher Teil des Wohlstandes Europas darauf zurückzuführen ist, dass es vor Jahrhunderten zu einer beträchtlichen Ausbeutung der afrikanischen Länder kam. Und damit die Verantwortung zur Zurückzahlung dieser Schulden einfordern. Aber in Form von Unterstützung beim Aufbau eines Europa gleichwertigen Wohlstandes. Keineswegs in Form irgendwelcher Geldleistungen, die nur dazu genutzt werden, Kriegstreiberei zu finanzieren und das Chaos noch weiter erhöhen. Denn nicht nur die Menschen in Afrika können nichts für das Erbe, mit dem sie leben. Auch die heute lebenden Europäer wurden nicht gefragt, ob sie als Kinder von Schlächtern und Mördern geboren werden wollen. Ich schrieb es schon in einem anderen Blog, wiederhole es hier aber auch noch einmal: Aus den Geschichtsbüchern kann man viel lernen. Aber häufig ist es weit zielführender, diese Bücher geschlossen zu lassen und sich unbefangen nur mit der Zukunft zu beschäftigen.

Verlassen wir den afrikanischen Kontinent und wandern auf der Karte mit dem Finger weiter der Winterwärme folgend. Nicht wirklich dienlich, um den aufgekommenen Frust zu reduzieren. Wenn es nicht irgendwelche Klans sind, die sich gegenseitig abschlachten, ist es eine korrupte Regierung, die verhindert, dass es in einem Land zu Wohlstand oder wenigstens zu stabiler Sicherheit kommen kann. Und wenn es die beiden Punkte nicht sind, dann ist es die Religion, die als Begründung herhalten muss, um möglichst vielen Menschen das Leben schwer zu machen oder gleich gewaltsam vorzeitig zu beenden. Je mehr ich vor dem Bildschirm saß und mir verschiedene Berichte über die Länder durchlas, in denen mich das Klima in der Zeit von Dezember bis Mai locken würde, umso trauriger wurde ich.

Dass ich mich für ein vollständiges Umkrempeln unseres Schulsystems in Deutschland und Europa ausspreche, habe ich auch schon mehr als einmal erwähnt. Und werde ich sicherlich auch noch in vielen Blogs erwähnen, denn das Thema bewegt mich wirklich sehr. Zu den Änderungen in Richtung Lebensnähe würde ich beispielsweise anregen, den einen oder anderen Schultag mit den Kindern darauf zu verwenden, virtuell eine Reise zu planen. Und genau diese Informationssammlung mit genau dieser Tiefe durchzuziehen, wie ich es bei meiner Vorauswahl eventueller Tauchplätze tat. Es ist eins, von einem Politiker – den man ohnehin vorverurteilt nicht mag, weil die Eltern gesagt haben, er sei ein Blödmann – zu hören, dass man es in Europa doch trotz aller Widrigkeiten gut habe. Es ist etwas anderes, durch eigene Recherche aktiv vor Augen geführt zu bekommen, in was für einer Scheiße die meisten Menschen auf diesem Globus stecken. Viel zu viel Lehrzeit wird darauf verwendet, den Schülern zu erklären, wer wann wem für welchen Quadratmeter Land das Leben genommen hat. Viel zu wenig Zeit wird in Gedankenspiele investiert, in was für einer Welt wir leben könnten, wenn genau das nicht passiert wäre.

Bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels bin ich noch zu keinem Schluss gekommen, wo ich denn die kalte Jahreszeit verbringen möchte. Vielleicht am Ende dann doch zuhause. Ein Gedanke, mit dem ich mich vielleicht doch noch anfreunden könnte. Bis ich das nächste Mal die täglichen Nachrichten betrachte und erneut erkennen muss, dass die Menschheit offensichtlich nicht mehr in der Lage ist, „Ausländer“ von „Arschloch“ zu unterscheiden. Gestörte gibt es mit jeder Hautfarbe.

Glücklicherweise gibt es aber auch gesunden Menschenverstand in jeder Hautfarbe. Man müsste nur irgendwie diese vermaledeiten Grenzen zwischen diesen Menschen beseitigen. Nicht nur in Afrika. Nein, weltweit. Und da sind wir dann bei der Utopie. Warum eigentlich? Ich werde es wohl nie verstehen.

Einen ziemlich ratlosen Gruß von

Eurem Clark

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